Ein guter Rucksack zum Mountainbiken?

Nachdem ich nun schon seit einigen Monaten mit großer Freude wieder oft und ausgiebig mit dem Mountainbike unterwegs bin, und es kürzlich leid war ständig mit rucksackbedingten schweißnassen Rücken wieder zu Hause anzukommen. Habe ich mich entschieden durch Einkauf von neuem Equipment für Abhilfe zu sorgen.

Der Markt für Outdoorrucksäcke ist groß, aber zum Glück nicht unübersichtlich. So gibt es in guten Fachgeschäften oder Online für jeden Einsatzzweck einen geeigneten Rucksack zu kaufen. In meinem Fall also einen Fahrradrucksack der eine gute Rückenbelüftung während der Fahrt gewährleistet. Einen Bikerucksack, mit dem man nicht mehr ganz soviel am Rücken schwitzt, und der darüber hinaus auch noch andere Vorzüge gegenüber einem Standardrucksack vorzuweisen hat.

An dieser Stelle mal eine kurze Rezension zu meinem neustem Mountainbike Gadget: dem Deuter Rocket EXP Air Bikerucksack.
Ich persönlich würde den Rucksack als Einsteigermodell in die Klasse der Fahrrad-Rucksäcke klassifizieren. Für mich war das Hauptargument zum Kauf des Rucksacks aber weniger der günstige Preis um die 60 Euro, sondern eher die augenscheinlich sehr gut gelöste Rückenbelüftung. So verfügt der Rucksack über eine Art straff gespanntes Netz, welches im Verbund mit den Tragegurten als einziges überhaupt mit dem Rücken in Kontakt kommt, derweil das eigentliche Backpack stabil durch leichte Kunststoffschienen im Innern vom Rücken weggewölbt wird, so das zwischen Rücken und Rucksack stets ein Freiraum besteht.

Zugegeben, ich habe diesmal keine anderen Rucksäcke mit anderer Lösung des Problems getestet, weil ich mir kaum vorstellen kann, daß man noch besser für eine gute Rückenbelüftung sorgen kann als auf diese Weise. Es sei denn: man trägt gar keinen Rucksack beim Fahren 😉
Und so kann ich auch keine Aussage darüber machen wie gut das System sich gegenüber anderen vergleichbaren verhält.
Mein Fazit fällt jedoch durchweg positiv aus, auch wenn ich an dieser Stelle klar und deutlich sagen muß, daß man bei längeren Touren trotzdem nicht ganz gefeit vor Schweißflecken am Rücken ist, besonders im Bereich der beiden Polsterungen über der Hüfte, wo der Bauchgurt befestigt ist.

Der Rucksack bietet darüber hinaus auch noch andere wesentliche Vorzüge gegenüber den normalen Wald und Wiesen Rucksäcken, und ist meiner Meinung nach von oben bis unten sehr gut durchdacht.
Wie man auf den Fotos sieht, befindet sich im Bereich der Tragelasche eine Öffnung für einen Trinkschlauch, sowie eine weitere Klettverschlussfixierung für selbige am linken Trägergurt. Im Rucksack selbst befindet sich dann eine extra Tasche für eine beliebige Trinkblase von 1,5-3 Liter Größe. Welche m.E. nach auf jeden Fall auch gleich mit beschafft werden sollte, da der Rucksack selbst keinen Rückenprotektor bietet, aber eine gefüllte Trinkblase ebenso den Piloten gut bei einem Aufprall zu schützen vermag! Was ich selbst aus eigener Erfahrung bestätigen kann, denn wie man dem Rucksack auf meinen Bildern ansieht, bin ich damit schon mal ordentlich gestürzt.

Doch ich schweife ab. Die Trinkblase kann also gut im Rucksack plaziert, und darüber hinaus auch noch mit einem Klettband fixiert werden, was aber per se nicht wirklich nötig ist.
Der Rucksack verfügt außerdem noch über eine kleine Netztasche im Innern und läßt sich bei weiterem Platzbedarf noch durch das Öffnen eines außenliegenden Reisverschlusses im Volumen vergrößern. Die Reißverschluß-Zippel zum Öffnen des Rucksacks verfügen zusätzlich noch über ein Knopfverschluß um ein gegengleiches aufgleiten bei ruppiger Fahrt zu verhindern, was ich persönlich als extrem cooles Gimmick betrachte, und so noch nie an nem Rucksack gesehen habe.

Ebenso cool finde ich das unter dem Rucksackboden per Reißverschluß verstaute gelbe Regencape für den Rucksack, sowie das in einer Tasche vorn verstaute extra Netz, zur äußeren Befestigung von Gepäck oder Helm, und die kleine Tasche mit extra Netzfach und festem Schlüsselband. Für den festen Sitz während der Fahrt und beim Sturz sorgen zudem ein Brust- und ein Bauchgurt… 😉
Was den Platz angeht, so bietet der Rocket etwa 17 Liter Stauraum, was für meine Zwecke absolut ausreichend ist, so finden neben der vollen Trinkblase noch diverses Zubehör wie MiniLuftpumpe, Fahrradschloss, Regenjacke, Verbandspäckchen und leichte Ellbogenschoner und evtl. Snacks platz. Dann ist das Ding allerdings bis oben hin voll…

Trotzdem kann ich den Rucksack nur jedem ans Herz legen der etwas Gutes zu relativ kleinen Preis sucht!

So Long, euer Rambomann 😉

PS Hab gesehen das es den Rocket EXP Air nur noch bei wenigen Händlern online gibt, das Nachfolgemodel für den Rucksack mit identischer Ausstattung  sollte der Deuter Race EXP Air sein…

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