Stressfrei Stubenrein dank Hundetoilette!? Meine Erfahrungen!

Der Hund ist der beste Freund des Menschen, er bereitet uns viel Freude, hält uns täglich auf Trab, ist gut für den Teint, aber bereitet uns eben auch manchmal Sorgen.

Gerade Hundeneulinge unterschätzen anfangs meist den Aufwand den einer kleiner oder auch großer Hund mit sich bringen kann. Besonders wenn es sich um einen kleinen Welpen handelt. Neben dem zeitlichen Aufwand, ist hier natürlich auch der Arbeitsaufwand als großer Frustfaktor auszumachen. Anfangs fällt es Frauchen oder Herrchen zwar oft noch leicht die unschönen Seiten des Hundehalterlebens auszublenden. Der kleine Hund ist ja noch jung, neu, und ganz besonders drollig und süß.

Doch mit der Zeit liegen die Nerven dann doch meist schnell blank.

Gerade weil die kleinen Wonneproppen eben doch nicht so schnell lernen wie man sich das Anfangs vorgestellt hat. Die größte Nervenprobe bei der Hundeerziehung stellt hier meiner Meinung nach die Stubenreinheit dar. Denn oft liest oder hört man, dass so mancher kleiner Wunderwelpe bereits nach wenigen Tagen nicht mehr in die Wohnung seiner stolzen Besitzer gemacht hat, und quasi schon kurz nach dem Einzug ins neue Heim Stubenrein war.

Besonders wenn man mit anderen Hundehaltern spricht, bekommt man oft das Gefühl vermittelt, man selbst habe bisher bei der Sauberkeitserziehung etwas grundlegend falsch gemacht. Schließlich waren deren Hunde allesamt binnen 3 Wochen trocken und völlig unkompliziert.
Doch oft wird hier bewusst oder unbewusst Bullshit erzählt, entweder weil der eigene Hund mittlerweile schon im Seniorenalter ist, und schlicht die Erinnernung trügt. Oder aber, weil man sich und seinen Hund dem jungen Hundefrischling gegenüber in einem guten besserwisserischen Licht präsentieren möchte.

Im Sinne dieser Erkenntnis, könnte man einfach darauf verzichten sich mit anderen Hundehaltern über die Hinterlassenschaften des eigenen Haustiers auszutauschen. Blöd nur, dass man sich oft hilflos fühlt, Redebedarf hat, und diesen Leuten meist trotzdem Beachtung schenkt. Mit der Zeit fragt man sich dann zwangsläufig ob man selbst zu dämlich ist, oder ob irgendwas mit dem eigenen Hund nicht stimmt, wenn er auch nach dem tausendsten „Pfui“ mit anschließender Gassirunde, Lob und Leckerchen immer noch nicht kapiert hat.

Was kann man also tun wenn man den Teppich im Wohnzimmer, oder den guten Parkettboden nicht endültig abschreiben will?

Was kann man tun, wenn nach Wochen der stundenweisen Gassirunden müde geworden ist, den kleinen Welpen vor die Tür zu tragen, nur um festzustellen, dass dieser erstens draussen nicht mehr muss oder will, und zweitens drinnen mal wieder seine 5 Minuten bekommt, und zu allem Überfluss dann doch wieder in die Wohnung pieselt… Was kann man tun?

Auf der Suche nach eine Lösung für das Problem konsultieren die meisten Welpenbesitzer (ja ich auch) dann meist zum hundersten Mal das Internet, und stoßen so früher oder später auf die Möglichkeit ein Hundeklo anzuschaffen…

Wozu braucht man eine Hunddetoilette?

Im Grunde braucht man nicht unbedingt eine Hundetoilette, aber sie kann ungemein nützlich sein, z.B. wenn der kleine Welpe besonders oft pullern muss, was besonders bei kleinen Hunderassen öfter der Fall ist, da ein kleiner Hund nunmal auch eine kleine Blase hat. Zudem kann ein Welpe seine Blase i.d.R. erst im Alter von 16 Wochen einigermaßen kontrollieren, bzw. den Urin eine Weile einhalten.

Das bedeutet, es ist meist gar nicht zu vermeiden dass Teppich, Laminat oder Parkett durch die Anwesenheit des Hundekindes schaden nehmen. Es sei denn man hat selbst hat ein Haus mit Garten, und der Hund hat dank Hundeklappe jederzeit die Möglichkeit diesen für seine Geschäfte aufzusuchen. Natürlich befindet sich aber das Gros der Hundehalter nicht in solche einer Luxussituation, und muss sich irgendwie anders behelfen. Aber selbst wenn man den kleinen Welpen stets im Auge behält, und sich immer daran hält, den Hund nach dem Schlafen, Trinken, Fressen, Spielen nach draussen zu bringen, lassen sich Pippie-Unfälle nie zu Hundert Prozent ausschließen, geschweigedenn vermeiden. Zumindest habe ich persönlich das so erlebt.

Es stellt sich also zwangsläufig die Frage, ob man persönlich zeitlich, mental und nervlich in der Lage ist, den kleinen Welpen wochenlang notfalls einmal jede Stunde zum pinkeln nach draussen zu tragen? Wobei natürlich auch die eigenen Wohnsituation eine bedeutende Rolle spielt. Ich selbst wohne auf dem Land, aber manch anderer wohnt vielleicht im obersten Stockwerk eines Mietshauses, mitten in der City. Ich will mir gar nicht vorstellen wie sehr einem das auf die Nerven gehen mag…

Schließlich besagt eine Faustregel, dass ein Welpe seinen Urin pro Lebensmonat eine Stunde einhalten kann, und dass natürlich erst wenn er seine Blase überhaupt erstmal kontrollieren kann, also mit 16 Wochen plus X.

Im Zweifelsfalle muss man also als verzweifelter Großstadt-Kleinhundebesitzer damit rechnen, dass man den kleinen Welpen 2 bis 3 Monate lang stündlich vor die Tür bringen muss, egal in welchem Stockwerk man wohnt. No matter how high, no matter how far, u have to go, denn nur die Harten kommen in den Garten. Besser wirds nur noch Nachts. Denn da ist es bekanntlich kälter als draussen. Verzeiht mir diesen kurzen Ausflug in die Dummschwätzerei, aber ich denke mittlerweile sollte gut rüber gekommen sein, dass eine Hundeklo anfangs eine große Hilfe für den frischgebackenen Hundehalter darstellen kann.

Wenn man es denn aus den richtigen Gründen anschafft, und nicht eben nur, weil man prinzipiell zu faul ist überhaupt mit dem Hund Gassi zu gehen. Letzteres ist dann auch der größte Kritikpunkt aller verantwortungsbewussten Hundehalter, die im Netz in jedem Haustier- und Hundeforum gegen jeden wettern, der auch nur laut darüber nachdenkt ein Welpenklo anzuschaffen.

Meine Meinung: „Screw them!“ Was andere meinen über mich denken zu müssen, geht mir am Podex vorbei. In diesem Sinne bin ich ein klarer Befürworter der Anschaffung eines Hundeklos, und finde es, nachdem ich damit meine Erfahrungen gemacht habe, im Grunde eine gute Sache. Natürlich nur, insofern der Hund trotzdem noch täglich genügend Auslauf im Freien bekommt, und Sie grundsätzlich genug Zeit für Ihren Hund haben!

Pro Hundeklo

– Spart Zeit

– Schont den Bodenbelag

– Schont die Nerven von Mensch und Hund in der Anfangszeit

– Der Hund lernt dass er sich nur an bestimmten Orten lösen darf

– Der Hund hat immer die Möglichkeit sich zu lösen, auch Nachts oder in ihrer Abwesenheit

– Gut geeignet um die Zeit zu überbrücken bis der Welpe seine Blase kontrollieren kann

– Auch für kranke oder alte Hunde eine gute Möglichkeit sich problemlos zu lösen

Kontra Hundeklo

– Der Hund lernt generell das es ok ist, sich drinnen zu lösen

– Der Hund lernt nicht dass er auch mal einhalten muss

– Sieht nicht unbedingt schön aus in der Wohnung

– Besucher halten dich vllt. für Gassifaul

– Du selbst könntest dich dazu verleitet fühlen nötige Gassirunden ausfallen zu lassen

Was ist eigentlich eine Hundetoilette?

Eine Hundetoilette, auch Hundeklo oder Welpenklo bzw. Welpentoilette, oder sogar Reisetoilette für Haustiere genannt, ist für gewöhnlich eine einfache Kunststoffplattform mit abnehmbarem, meist abgerundeten Rahmen.

Der Rahmen dient zur Befestigung der saugfähigen Puppy- Pads (Pippie-Pads), die im Fachsprech oft auch als Welpenunterlagen oder auch Trainingspads bezeichnet werden. Diese Pads sind meist mit einer feuchtigkeits- bzw. flüssigkeitsundurchlässigen Folienunterseite ausgestattet, und in Packungsgrößen zwischen 10 und 100 Stück im Handel erhältlich.

Hundetoiletten gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen von diversen Herstellern, besonders bekannt und beliebt ist das Puppy Loo von Trixie.

Neben den gewöhnlichen Hundeklos, gibt es auch Hundetoiletten mit Kunstrasenoberfläche wie z.B. das Potty Pad. Das Hundeklo von Carnilo bietet sogar eine Echrasenoberfläche. Beide Varianten sollen den Hund schon von Anfang an den später gewünschten Untergrund für das kleine oder auch große Geschäft zu gewöhnen.

Wie erzieht man den Hund zur Stubenreinheit mit einer Hundetoilette?

Das Prinzip einer Hundetoilette zum Stubenreinheitstraining ist denkbar einfach. Die Welpentoilette wird zunächst in unmittelbarer Nähe zum Welpenschlafplatz aufgestellt. Sobald der Welpe die Hundetoilette als Löseplatz akzeptiert hat, und diese verlässlich für seine Geschäfte benutzt, beginnt man damit das Hundeklo sukzessive immer weiter Richtung Haustür zu schieben.

Auf diese Weise bewegt man die Hundetoilette dann im Schneckentempo, etwa 2 bis 3 mal täglich für wenigen Zentimeter weiter zur Wohnungstür hin. Der Welpe hat so Zeit genug sich schnell und problemlos an die kleinen Veränderungen anzupassen ohne das Verwirrung entsteht und etwas daneben geht.

Im Idealfall bleiben dem kleinen Hündchen so mehrere Wochen bis es körperlich dazu in der Lage ist seine Blase zu kontrollieren. Sobald dann das Hundeklo vor der Wohnungstür angelangt ist, und man sich sicher ist, dass der kleine Hund seine Blase kontrollieren kann, stellt man das Hundeklo schließlich in seinem beisein vor die Wohnungstür. Wenn der Hund sich dann das nächste Mal durch die Wohnung Richtung Wohnungstür bewegt, oder wenn er sich idealerweise sogar dort bemerkbar macht, ist dann schließlich die Zeit für den Halter gekommen mit dem Hund draussen weiter die Stubenreinheit zu trainieren.

Wie bringt man den Hund dazu die Hundetoilette zu benutzen?

Damit das Prinzip Hundeklo funktioniert, muss man den Welpen natürlich erst einmal dazu bringen die Hundetoilette bei Bedarf aufzusuchen. Die Hersteller von Hundetoiletten empfehlen hierzu den Hund genau zu beobachten, und sobald er Anstalten macht sich lösen zu wollen, sofort auf das Hundeklo zu setzen und ihn ausgiebig zu loben sobald er sich auf dem Trainingspad gelöst hat. Dieser Vorgang sollte so oft wiederholt werden, bis der Welpe das Hundeklo von alleine aufsucht. Ab diesem Zeitpunkt sollte man den Hund noch einige Male mit einem schmackhaften Leckerchen belohnen wenn er sein Geschäft auf dem Pad erledigt hat.

In der Praxis funktioniert diese Vorgehensweise bei den meisten Hunden sehr gut und schnell. In einigen Fällen dauert es jedoch etwas länger bis der eigene Hund die Funktion des Hundeklos wirklich verstanden hat.

Meine Erfahrung:

Mein Hund hat sich anfangs auch nicht so wirklich mit dem Hundeklo anfreunden können. Nachdem ich ihn drauf gesetzt habe, wollte er meist sofort wieder runter, oder er wollte plötzlich nicht mehr pinkeln. Manchmal hat der kleine Esel sich sogar auf das Trainingspad gelegt, als wäre es sein neues Hundebettchen. Auch entsprechende Locktropfen (Stubenrein Tropfen) aus dem Fachhandel, die ich extra gekauft, und in meiner Verzweifelung auf das Trainingspad geträufelt hatte, waren keine Lösung.

Mein Hund hat zwar zunächst interessiert daran geschnüffelt, aber mehr auch nicht. Die Stubenreinheitstropfen waren m.M.n ein totaler Fehlkauf. Und ich war auch schon kurz davor, die Hundetoilette per se auch als Fehlkauf zu betrachten. Bis mein Hund sich plötzlich nach einigen Tagen – aus einer Laune heraus – doch einmal das Hundeklo als Plätzchen zum pullern auserkoren hat.

Als ich dann noch herausfand, dass etwas Welpenpippie auf den frisch gewechselten Trainingsunterlagen auf den Welpen viel anziehender wirkt als die Stubenreinheitstropfen aus dem Zoofachhandel, war die Sache dann endgültig geritzt.

Von da an ging es recht schnell bis er es als einzigen Löseplatz in der Wohnung anerkannt hatte. Natürlich ist er zunächst nicht jedes Mal ganz drauf gegangen, oder hat manchmal versucht woanders zu pinkeln. Doch durch schnelles Eingreifen, korregieren, und einer Menge Leckerchen hat er es schließlich doch noch gelernt, und mein Teppich war gerettet.

Die Umstellung vom Hundeklo nach draussen…

Irgendwann war es dann bei meinem Hund soweit, das Hundeklo war vor der Wohnungstür angekommen, und mein Hund bereits 16 Wochen alt. Das er mittlerweile gelernt hatte seine Blase einigermaßen zu kontrollieren, konnte ich nicht nur daran erkennen, dass er manchmal nur Pippie machte weil er noch ein Leckerchen abstauben wollte. Sondern eben auch daran, dass er es locker schaffte durch die ganze Wohnung bis zur Wohungstür zu tappsen um sich dort auf dem Hundeklo zu lösen, ohne das unterwegs auch nur ein Tropfen daneben ging.

Es war also langsam die Zeit gekommen, sich wieder von der Hundetoilette zu verabschieden und den Hund daran zu gewöhnen, dass er zukünftig nur noch draussen pinkeln durfte. Natürlich hab ich mir zunächst schon Sorgen gemacht wie das Nachts ohne Hundeklo laufen würde, durfte mein Kleiner sich doch mittlerweile Nachts frei in der Wohnung bewegen. Aber nachdem ich endlich den letzten Schritt gewagt, und das Hundeklo zunächst vor die Haustür, und dann ganz weg gestellt hatte, erwies sich diese Sorge als Unbegründet.

Nachts schläft der Kleine mittlerweile durch, und Tagsüber halte ich es so, dass ich ca. Alle 3-4 Stunden mit ihm ne Gassirunde mache. Das klappt bisher ganz gut, und abgesehen von einigen Unfällen ging seither nichts mehr auf den Teppich. Ich würde zwar noch nicht sagen, das er damit zu 100% Stubenrein ist. Aber er ist auf einem guten Weg dahin.

Wird der Welpe schneller Stubenrein mit einer Hundetoilette?

Manche Hundetoiletten-Hersteller werben damit, dass der Welpe mit einem Welpenklo schneller Stubenrein wird. Aber dies ist offensichtlich nicht der Fall. Es dauert schon länger, als mit der regulären Methode. Aber wie weiter oben schon beschrieben, ist ein Hundeklo besonders bei kleinen Hunderasse trotzdem empfehlenswert. Ihr Fußboden wird durch das Welpenklo geschont, und der Welpe hat erst einmal Zeit sich körperlich so weit zu entwickeln, das ein reguläres Stubenreinheitstraining wirklich Sinn macht.

Statt der Hundetoilette nur die Traningspads benutzen? Geht das?

Diese Frage habe ich mir Anfangs auch gestellt. Schließlich kostet ein Hundeklo zwischen 20 und 40 Euro, und ist im Prinzip nur ein Kunststoffgestell mit Rahmen. Die eigentliche Funktion erfüllen ja im Prinzip die Trainingsunterlagen bzw. Trainingspads. In der Praxis erkennt man als Welpenbesitzer jedoch sehr schnell, dass der schwere Rahmen zum festmachen der Pippieunterlagen eben doch Sinn macht.

So hat mein Hund im Zuge seiner 5 Minutenphasen regelmäßg versucht das zunächst lose auf dem Boden gelegte Pippiepad durch die Wohnung zu tragen, daran zu zerren, oder damit zu spielen. Nachdem ich ihn samt Welpentrainingsmatte zum Xten mal wieder eingefangen hatte, habe ich mich dann letztlich doch dazu entschieden auch die passende Hundetoilette zu den vorhandenen Trainingsmatten zu kaufen. Was im Nachhinein eine absolut richtige Entscheidung war.

Fazit: Ist die Anschaffung einer Hundetoilette empfehlenswert?

Nachdem ich nun in diesem Artikel ausfürlich über das Thema Hundeklo, dessen Pros und Cons, und meine eigenen Erfahrungen berichtet habe, bleibt mir zusammenfassend nur noch die Feststellung, dass ich persönlich davon überzeugt bin, dass eine Hundetoilette zumindest für Kleinhunde-Welpen, kranke- und alte Hunde eine empfehlenswerte Anschaffung ist. Ein Hundeklo erleichtert somit nicht nur eurem Hund das Leben, sondern auch euch, und ist damit eine gute und sinnvolle Investition.

In diesem Sinne, so long, eurer Rambomann!

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